Bio Premium Matcha

Zeremonieller Matcha – woran du ihn erkennst

Zwischen zwei grünen Pulvern liegen manchmal drei Wochen Beschattung, eine Handernte und eine Stunde Steinmühle.

Erste Ernte, handverlesen
Single Origin Miyazaki
Auf Granitstein gemahlen

Was in dieser Dose steckt

Vier Angaben, die bei Matcha den Unterschied machen – und die viele Anbieter nicht nennen.

Erntezeitpunkt

1. Pflückung

Anbaugebiete

1

Mahlfeinheit

120 Mesh

Pro Tasse

0.79 CHF

Warum wir Tee mahlen und Gras pressen

Wer unsere Saftpulver kennt, stolpert hier zu Recht: Wir argumentieren sonst gegen das Mahlen. Bei Matcha machen wir es selbst – und das ist kein Widerspruch, sondern dieselbe Regel in zwei Richtungen.

Bei Gras ist die Faser das Problem. Sie macht den grössten Teil der Pflanze aus, löst sich nicht auf und verdünnt das, worauf es ankommt. Deshalb pressen wir und behalten nur den Saft. Warum das bei Gras der aufwendigere, aber richtige Weg ist, steht auf der Vergleichsseite.

Bei Tee ist das Blatt das Produkt. Matcha ist definitionsgemäss der ganze, in Wasser aufgeschlagene Blattkörper – es gibt nichts abzutrennen. Was den Unterschied macht, passiert vorher am Strauch: drei bis vier Wochen unter Netzen, bevor überhaupt geerntet wird.

Dieselbe Regel also: das Verfahren, das der Rohstoff verlangt. Beim einen heisst das pressen, beim anderen mahlen.

Zeremonielle Qualität

Vier Schritte, die man schmeckt

Kein Gütesiegel, sondern Handwerk.

«Zeremoniell» ist keine geschützte Bezeichnung. Was tatsächlich dahintersteckt, sind vier Entscheidungen im Anbau und in der Verarbeitung.

Zweistufige Beschattung
20 bis 30 Tage vor der Ernte werden die Sträucher zu 85 bis 100 Prozent abgedeckt. Die Pflanze reagiert auf das fehlende Licht, und genau diese Reaktion prägt Farbe, Textur und das typische Matcha-Profil. Ohne Beschattung ist es schlicht kein Matcha, sondern gemahlener Grüntee.
Erste Pflückung, von Hand (Tezumi)
Verwendet werden ausschliesslich junge Tencha-Blätter aus der ersten Ernte des Jahres – Ichibancha, First Flush. Handverlesen, weil eine Maschine nicht zwischen jungem Blatt und Stiel unterscheidet. Spätere Ernten liefern mehr Menge und deutlich mehr Bitterkeit.
Granitsteinmühle, rund eine Stunde je 30 Gramm
Gemahlen wird auf Granitsteinmühlen bis auf etwa 120 Mesh. Das dauert rund eine Stunde für 30 Gramm – also für genau eine Dose. Langsam deshalb, weil Reibungswärme das Aroma beschädigt. Industrielle Mühlen sind um ein Vielfaches schneller und entsprechend gröber.
Ein Anbaugebiet, ein Produzent
Piēru stammt aus der Präfektur Miyazaki, von einem einzigen mehrfach ausgezeichneten Teebauern, mit dem wir direkt zusammenarbeiten. Keine Mischung aus mehreren Regionen oder Ernten. Jede Charge ist rückverfolgbar und wird beim Produzenten sowie zusätzlich von einem unabhängigen Labor in Deutschland geprüft.

Lieber grün, aber ohne Koffein? Dann ist der Barley Latte aus Gerstengras der Gegenentwurf für den späten Abend.

Direktvergleich

Zeremonieller Matcha und Küchenqualität

«Matcha» sagt nichts über die Qualität aus. Rechte Spalte: günstiger Matcha, wie er meist im Regal steht.

Piēru Piēru
Günstiger Matcha
Erntezeitpunkt
Erste Pflückung
Ichibancha, Frühjahr
Spätere Ernten
Ernteart
Von Hand
Tezumi, nur junges Blatt
Meist maschinell
Beschattung
20–30 Tage
Zweistufig, 85–100 %
Kürzer oder gar nicht
Vermahlung
Granitstein
Rund 1 Std. je 30 g
Industriell, schnell
Feinheit
120 Mesh
Cremige Textur
Spürbar gröber
Farbe
Leuchtend grün
Folge der Beschattung
Matt, ins Gelbe
Herkunft
Miyazaki
Ein Betrieb, deklariert
Oft nur «Japan»

Für Backwaren und kräftige Lattes ist günstiger Matcha völlig in Ordnung. Für die pure Tasse ist er es nicht.

Was eine Tasse kostet

30 Gramm klingen nach wenig. Für eine Tasse Usucha braucht es ein bis zwei Gramm – die Dose reicht damit rund einen Monat.

Pro Tasse

0.79 CHF

Tassen je Dose

30

Inhalt

30 g

Bio-Anteil

100%

Usucha oder Koicha

Usucha ist die alltägliche Zubereitung: ein bis zwei Gramm Matcha, rund 200 Milliliter Wasser bei 70 bis 80 Grad, mit dem Bambusbesen aufgeschlagen, bis eine feine Schaumschicht steht. Mild, leicht, für jeden Tag.

Koicha ist die konzentrierte Form: dieselbe Menge Pulver oder mehr auf nur etwa 50 Milliliter Wasser. Nicht geschlagen, sondern langsam verrührt, bis eine dickflüssige, tiefgrüne Paste entsteht. Intensiv, sirupartig, und dafür braucht es tatsächlich zeremonielle Qualität – jede Bitterkeit tritt hier ungefiltert hervor.

Wichtig in beiden Fällen: Das Wasser darf nicht kochen. Über 80 Grad wird Matcha bitter, und diese Bitterkeit bekommt man nicht mehr weg.

Direkt aus Miyazaki, ohne Zwischenhändler

Miyazaki liegt im Süden Japans und ist nicht die Region, die einem bei Matcha zuerst einfällt – Uji und Nishio sind bekannter. Genau deshalb ist der Betrieb dort interessant: kleinere Mengen, hohe Auszeichnungen, und ein Produzent, mit dem wir direkt sprechen statt über eine Handelskette.

Das hat einen praktischen Grund. Bei Matcha entscheidet sich fast alles im Anbau: Beschattungsdauer, Erntezeitpunkt, Blattauswahl. Wer diese Angaben über drei Zwischenstufen bezieht, bekommt sie irgendwann nicht mehr.

Jede Charge ist rückverfolgbar, bio-zertifiziert und wird zweifach geprüft – beim Produzenten in Japan und zusätzlich von einem unabhängigen Labor in Deutschland.

Bio Premium Matcha Piēru Ceremonial

Single Origin Miyazaki 30 g – rund 30 Tassen

Handverlesene Tencha-Blätter der ersten Ernte, zweistufig beschattet, auf Granitsteinmühlen vermahlen. Ein einziges Anbaugebiet, ein einziger Produzent, jede Charge zweifach geprüft.

CHF 23.90

Versand mit der Schweizer Post · Bestellungen bis 18 Uhr gehen gleichentags raus

Zweifach laborgeprüft

Beim Produzenten in Japan und in Deutschland

Bio Premium Matcha Piēru Ceremonial

Was drin ist – und was nicht

  • 100 % Tencha – nichts beigemischt, keine Aromen

  • Erste Pflückung, von Hand geerntet

  • Single Origin aus der Präfektur Miyazaki

  • Auf Granitstein gemahlen – rund eine Stunde je Dose

  • Bio-zertifiziert, laktosefrei und vegan

Häufige Fragen zu Matcha

Vier Dinge: der Erntezeitpunkt, die Ernteart, die Dauer der Beschattung und die Art der Vermahlung. Zeremonieller Matcha stammt aus der ersten Pflückung, wird von Hand geerntet, lange beschattet und langsam auf Stein gemahlen. Günstigerer Matcha spart an mindestens einem dieser vier Punkte – meist an allen.

Weil jeder einzelne Schritt aufwendig ist. Die Beschattung kostet dem Bauern drei bis vier Wochen Wachstum, die Handernte liefert nur einen Bruchteil der maschinellen Menge, und die Steinmühle braucht rund eine Stunde für 30 Gramm. Auf die Tasse gerechnet relativiert es sich: ein bis zwei Gramm ergeben rund 79 Rappen.

Für Usucha ja, wenn du die feine Schaumschicht willst – ein Chasen verteilt das Pulver anders als ein Löffel oder ein Milchaufschäumer. Zwingend ist er nicht: Für einen Matcha Latte reicht ein elektrischer Aufschäumer. Für Koicha wird ohnehin verrührt statt geschlagen.

Matcha enthält von Natur aus Koffein. Bei ein bis zwei Gramm pro Tasse liegt der Gehalt je nach Dosierung ungefähr auf Espresso-Niveau. Für den späten Abend ist das für viele zu viel – dann ist Gerstengras die naheliegendere Alternative.

Über etwa 80 Grad löst Matcha stärker Bitterstoffe. Der Tee wird dadurch herb und flach, und rückgängig machen lässt sich das nicht. 70 bis 80 Grad sind der Bereich, in dem Süsse und Umami vorne bleiben.

Zwei völlig verschiedene Pflanzen und zwei verschiedene Verfahren. Matcha ist gemahlenes Teeblatt und enthält Koffein. Gerstengrassaftpulver ist gepresster Pflanzensaft aus jungem Gras und enthält keines. Geschmacklich ist Matcha herb-umami, Gerstengras mild-grün.

Matcha verliert vor allem durch Licht, Wärme und Sauerstoff. Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern, die Dose nach jeder Entnahme gut verschliessen. Innerhalb weniger Wochen aufgebraucht schmeckt er deutlich frischer als nach Monaten – die Farbe zeigt es als Erstes an.

An der Farbe und am Geruch. Guter Matcha ist leuchtend, fast neongrün und riecht süsslich-grasig. Wirkt das Pulver matt, gelblich oder bräunlich, war die Beschattung zu kurz, die Ernte zu spät oder die Dose zu lange offen. In der Tasse zeigt es sich als Bitterkeit im Abgang.

Passt gut dazu

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